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Es werden Posts vom September, 2026 angezeigt.

Warum ist Materie fest, obwohl Atome fast nur aus leerem Raum bestehen? Blog#289

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Wenn Du jetzt gerade mit der flachen Hand auf den Tisch vor Dir schlägst, spürst Du einen harten, unnachgiebigen Widerstand. Doch Atome bestehen zu mehr als 99,999 Prozent aus leerem Raum – so haben wir es in der Schule gelernt. Wenn aber die Atome Deiner Hand fast nur aus Nichts bestehen und die des Tisches ebenso, warum gleiten sie beim Daraufschlagen dann nicht einfach wie zwei Nebelwolken durcheinander hindurch? Woher kommt der Widerstand, den wir so deutlich spüren? Die Antwort liegt in dem vermeintlichen "Nichts" rund um den winzigen Atomkern. Dieser Raum ist keineswegs leer. Er wird von Elektronen besetzt, die sich entsprechend ihrer quantenmechanischen Zustände in sogenannten Orbitalen aufhalten und dabei Elektronenwolken bilden. Wenn sich die Atome Deiner Hand und des Tisches einander annähern, beginnen sich diese Elektronenwolken zu überlappen. Dabei spielen zwei Effekte eine entscheidende Rolle. Elektrostatische Wechselwirkungen: Elektronen tragen eine negative el...

Fossile Dominanz: Die ungeschminkte Wahrheit der Energiewende. Blog#288

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Die Erzählung, erneuerbare Energien würden in Kürze den Löwenanteil unseres Energiebedarfs in Deutschland decken und Gas sei nur eine Brückentechnologie für wenige Tage im Jahr, hält den Fakten nicht stand. Das zeigt ein diese Woche veröffentlichtes, rund 50 Seiten umfassendes Kurzgutachten, das Veronika Grimm – Mitglied des Sachverständigenrats und Professorin an der Technischen Universität Nürnberg (UTN) – gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen verfasst hat [Vom Krisenmanagement zur Strategie: Die europäische Gasversorgung neu justieren; Policy Brief Q3/2026]. Ich möchte hier im Blog einige Aspekte zusammenfassen, die ich besonders interessant fand. Wer die deutsche Energiewende verstehen will, muss zuerst einen systematischen Fehler in der öffentlichen Debatte korrigieren: die Verwechslung von Strom und Energie. Wenn in den Nachrichten von "über 55 Prozent Erneuerbaren" die Rede ist, ist das korrekt – bezieht sich aber nur auf die Steckdose. Die Realität des gesamten deuts...

KI in der Arzneimittelforschung: Warum die Revolution noch auf sich warten lässt. Blog#287

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Künstliche Intelligenz wird die Arzneimittelforschung verändern. Aber wahrscheinlich nicht dort, wo derzeit am lautesten darüber gesprochen wird. Künstliche Intelligenz hat unser Leben in erstaunlich kurzer Zeit verändert. Ob Spracherkennung, Übersetzung oder generative Bild- und Sprachmodelle: Was vor wenigen Jahren Spezialforschung war, ist heute Alltag.  Auch in den Naturwissenschaften liefert KI inzwischen spektakuläre Ergebnisse. Ein herausragendes Beispiel ist der Durchbruch von AlphaFold bei der Vorhersage komplexer Proteinstrukturen. Noch dramatischer zeigte sich dieses Potenzial erst vor wenigen Tagen: Eine KI lieferte die Lösung für das Navier-Stokes-Problem – ein fundamentales Rätsel der mathematischen Physik, um dessen exakte mathematische Klärung sich die internationale Forschung seit mehr als einem Jahrhundert vergeblich bemüht hatte. Angesichts dieser Dynamik schien die Schlussfolgerung zwingend: Wenn Algorithmen Muster in gigantischen Datenmengen erkennen, Molekülst...