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Psilocybin bei Depression: Wo die Forschung heute steht. Blog#268

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Psilocybin zählt zu den vielversprechendsten Wirkstoffen, die derzeit in der Depressionsforschung untersucht werden. Der therapeutische Ansatz unterscheidet sich grundlegend von dem klassischer Antidepressiva, die in der Regel über Monate oder sogar Jahre täglich eingenommen werden müssen. Hier geht es um etwas völlig Anderes: Psilocybin wird in Studien als seltene, intensiv begleitete Sitzung eingesetzt – quasi als punktueller, tiefer Impuls. Man nimmt das Mittel also nicht dauerhaft im Alltag, sondern nutzt es gezielt im Rahmen einer Psychotherapie, um Blockaden zu lösen und eine langanhaltende Veränderung anzustoßen. Was im Gehirn passiert Nach der oralen Einnahme wird das Prodrug Psilocybin im Organismus – primär durch First-Pass-Dephosphorylierung – rasch in den eigentlich aktiven Metaboliten Psilocin umgewandelt. Psilocin passiert die Blut-Hirn-Schranke und entfaltet seine psychedelischen sowie potenziell therapeutischen Effekte im Zentralnervensystem vorwiegend als Partialagonis...

Was GLP-1-Abnehmspritzen bei Sucht, Alzheimer und Depression leisten – und was (noch) nicht. Blog#248

Medikamente wie Wegovy (Wirkstoff: Semaglutid) und Mounjaro (Wirkstoff: Tirzepatid) gehören zur Klasse der GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA). Entwickelt wurden sie für Typ-2-Diabetes und später für die Behandlung von Adipositas ("Abnehmspritzen") . Inzwischen wird untersucht, ob GLP‑1‑RA über den Stoffwechsel hinaus auch das zentrale Nervensystem beeinflussen – mit potenzieller Relevanz für Suchterkrankungen (z. B. Alkoholgebrauchsstörung), kognitive Störungen (z. B. Alzheimer-Krankheit) und depressive Symptome (z. B. Anhedonie). Für Alkohol liegt inzwischen auch klinische Evidenz aus einer randomisierten Studie vor; weltweit laufen zudem zahlreiche (mehr als ein Dutzend) randomisierte Studienprogramme zur Suchtbehandlung. Wirkmechanismus: Wie gelangen die Moleküle ins Gehirn? Damit ein Medikament im Gehirn wirken kann, muss es meist die sogenannte Blut-Hirn-Schranke überwinden – eine Barriere, die das Gehirn vor schädlichen Stoffen im Blut schützt. GLP-1-Agonisten gelangen...