Psilocybin bei Depression: Wo die Forschung heute steht. Blog#268
Psilocybin zählt zu den vielversprechendsten Wirkstoffen, die derzeit in der Depressionsforschung untersucht werden. Der therapeutische Ansatz unterscheidet sich grundlegend von dem klassischer Antidepressiva, die in der Regel über Monate oder sogar Jahre täglich eingenommen werden müssen. Hier geht es um etwas völlig Anderes: Psilocybin wird in Studien als seltene, intensiv begleitete Sitzung eingesetzt – quasi als punktueller, tiefer Impuls. Man nimmt das Mittel also nicht dauerhaft im Alltag, sondern nutzt es gezielt im Rahmen einer Psychotherapie, um Blockaden zu lösen und eine langanhaltende Veränderung anzustoßen. Was im Gehirn passiert Nach der oralen Einnahme wird das Prodrug Psilocybin im Organismus – primär durch First-Pass-Dephosphorylierung – rasch in den eigentlich aktiven Metaboliten Psilocin umgewandelt. Psilocin passiert die Blut-Hirn-Schranke und entfaltet seine psychedelischen sowie potenziell therapeutischen Effekte im Zentralnervensystem vorwiegend als Partialagonis...