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Es werden Posts vom Juni, 2026 angezeigt.

Wie treffe ich Entscheidungen unter Unsicherheit? Blog#271

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Wir leben in einer Welt permanenter Auswahl. Ob Hotelsuche auf Booking.com, die Struktur des eigenen Portfolios, gesundheitliche Entscheidungen, Auswahl von Gerichten im Restaurant oder der Kauf von Alltagsgütern – die Zahl der Optionen ist oft überwältigend. Mehr Auswahl führt jedoch nicht automatisch zu besseren Ergebnissen, sondern häufig zu Unsicherheit, mentaler Ermüdung und Entscheidungsaufschub. Der Versuch, stets die mathematisch optimale Lösung zu finden, stößt schnell an die Grenzen unserer kognitiven Fähigkeiten. Forschung aus Psychologie und Entscheidungswissenschaft zeigt, dass einfache Heuristiken in komplexen und unsicheren Umgebungen häufig nicht nur praktikabel, sondern oft auch leistungsfähig sind. Ebenso rational kann es sein, eine Suche bewusst zu beenden, statt sie endlos fortzusetzen. Die Grenzen unseres Denkens Die Psychologie unterscheidet zwei grundlegende Arten der Informationsverarbeitung: System 1 arbeitet schnell, automatisch und intuitiv. Es ermöglicht eff...

Was bleibt, wenn wir sterben? Die Antwort der modernen Physik. Blog#270

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Hast du dich schon einmal gefragt, was von uns bleibt, wenn wir sterben? Kaum eine Frage begleitet die Menschheit so beharrlich wie diese. Der griechische Philosoph Epikur versuchte bereits vor über 2000 Jahren, der Angst vor dem Tod ihren Schrecken zu nehmen: Solange wir leben, ist der Tod nicht da – und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr. Die Stoiker wiederum sahen in der Endlichkeit des Lebens keine Tragödie, sondern eine Orientierung. Gerade weil unsere Zeit begrenzt ist, bekommt sie Gewicht. Heute wenden sich viele Menschen mit solchen Fragen nicht mehr an Philosophie oder Religion, sondern an die Wissenschaft. Und tatsächlich hat die moderne Physik unser Bild der Wirklichkeit tief verändert. Sie gibt keine Antworten auf die Frage nach einem Leben nach dem Tod. Aber sie verändert die Perspektive, aus der wir auf Vergänglichkeit blicken. Zeit ist vielleicht kein Fluss Im Alltag erleben wir Zeit wie einen Strom: Die Vergangenheit liegt hinter uns, die Zukunft vor uns, un...

Das Unerwartete managen: Von fetten Enden, schwarzen Schwänen und unbekanntem Unbekannten. Blog #269

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Wir Menschen sind süchtig nach Vorhersagen. Wir lesen Marktberichte, werten Wirtschaftsdaten aus und glauben, Risiken ließen sich sauber in Modelle pressen. Doch die Wirklichkeit folgt selten der Durchschnittslogik. Gerade die wichtigsten Wendepunkte im Leben und an den Märkten entstehen oft dort, wo niemand sie erwartet hat. Drei Begriffe helfen, dieses Muster besser zu verstehen: Fat Tails, Black Swan Events und Unknown Unknowns . Bekannt wurden sie vor allem durch Nassim Nicholas Taleb und das Denken über Unsicherheit, Risiken und die Grenzen der Prognose. Gemeinsam machen sie deutlich: Die Zukunft ist nicht nur ungewiss, sondern in entscheidenden Momenten oft grundsätzlich nicht vorhersagbar. 1. Fat Tails (Fette Enden) Der statistische Begriff "Fat Tails" beschreibt Systeme, in denen extreme Ausreißer weitaus häufiger vorkommen, als es die klassische Glockenkurve (Normalverteilung) erwarten lässt. Während traditionelle Modelle Risiken oft glattrechnen, unterschätzen sie i...