COVID-19 und AstraZeneca: Wie der Vektorimpfstoff seltene VITT-Thrombosen auslösen konnte. Blog#255
Ein aktueller Fachartikel im New England Journal of Medicine ( NEJM, Februar 2026 ) liefert eine schlüssige molekulare Erklärung dafür, wie der AstraZeneca-Impfstoff in seltenen Fällen eine schwerwiegende Nebenwirkung, die sogenannte VITT (vakzininduzierte immunthrombotische Thrombozytopenie) auslösen konnte – eine Kombination aus Blutgerinnselbildung und Abfall der Blutplättchenzahl. Die neuen Erkenntnisse zeigen, wie genetische Veranlagung und eine zufällige Fehlsteuerung bei der Antikörperreifung zusammen eine fehlgeleitete Immunreaktion begünstigen können. Dieses Verständnis hilft, frühere Impfstrategien heute präziser einzuordnen – und es liefert wichtige Hinweise für die Entwicklung künftiger, sichererer Impfstoffplattformen. Rückblick auf die Impfkampagne Während der COVID-19-Pandemie spielte der AstraZeneca-Vektorimpfstoff , der ein harmlos gemachtes Schimpansen-Adenovirus (ChAdOx1) als Transporter nutzt, um Körperzellen kurzzeitig die Bauanleitung für das SARS-CoV-2-Spik...