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Es werden Posts vom Juli, 2026 angezeigt.

Hitze und Medikamente: Was bei hohen Temperaturen zu beachten ist. Blog#275

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Steigende Temperaturen und anhaltende Hitzewellen sind aktuelle Herausforderungen für unser Gesundheitssystem. Während Verhaltenstipps wie "viel trinken" weit verbreitet sind, wird ein wesentlicher Risikofaktor häufig unterschätzt: die Wechselwirkung zwischen Sommerhitze und Medikamenten.  Hier setzt die CALOR-Liste an – ein Leitfaden zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei hoher Wärmebelastung.  Die CALOR-Liste ( LINK ) ist eine systematisch entwickelte Orientierungshilfe für den sicheren Umgang mit Medikamenten bei Sommerhitze und extremen Wärmebelastungen. Das Dokument beruht auf einer umfassenden Auswertung wissenschaftlicher Literatur sowie der Expertise von über 30 Fachleuten aus Medizin und Pflege. Wichtig zu wissen: Da es bisher kaum Studien zu pauschalen Dosisanpassungen gibt, liefert die Liste keine starren Reduktionsregeln. Stattdessen setzt sie auf Risikobewusstsein, gezieltes Monitoring und individuelle Patientenaufklärung. Für wen ist die Liste ...

Wahrscheinlichkeiten richtig einschätzen: Das Bayes-Theorem einfach erklärt. Blog#274

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Neue Informationen bedeuten nicht automatisch neue Gewissheiten. Sie verändern zunächst nur unsere Einschätzung dessen, was bereits wahrscheinlich war. Stell dir vor, du gehst zur Vorsorgeuntersuchung und erhältst einen positiven Testbefund. Oder du liest morgens, dass ein Unternehmen in deinem Depot eine Gewinnwarnung veröffentlicht hat. Vielleicht zeigt eine neue klinische Studie ein überraschendes Ergebnis, oder ChatGPT liefert dir eine sehr überzeugende Antwort auf eine komplexe Frage. Die naheliegende Reaktion ist oft dieselbe: Das Signal wirkt so stark, dass wir es sofort für die Wahrheit halten. Genau hier beginnt das Problem. Unser Gehirn neigt dazu, einzelne Hinweise zu überschätzen und das Vorwissen zu unterschätzen.  Psychologisch lässt sich das als Basisratenfehler beschreiben: Wir konzentrieren uns auf den aktuellen Befund und vergessen, wie häufig das betreffende Ereignis unabhängig davon überhaupt ist. Das Bayes-Theorem hilft, diesen Denkfehler zu vermeiden. Es ist e...

Was KI nicht ersetzen kann: 12 Prinzipien für echten Mehrwert im KI-Zeitalter. Blog#273

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Künstliche Intelligenz wird kontinuierlich besser darin, Wissen zusammenzufassen, Texte zu schreiben, Bilder zu erzeugen und komplexe Zusammenhänge zu erklären. Was gestern noch Expertenwissen erforderte, gelingt heute oft mit einem einzigen Prompt. Und genau deshalb verschiebt sich der eigentliche Wettbewerbsvorteil des Menschen. Nicht mehr der Zugang zu Informationen entscheidet über Qualität, sondern die Fähigkeit, Informationen kritisch zu bewerten, sinnvoll zu verknüpfen und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die folgenden zwölf Prinzipien zeigen, wie das im KI-Zeitalter gelingt. 1. Nutze konsequent Primärquellen Verlasse dich auf Originaldaten statt auf Informationen aus zweiter oder dritter Hand. Ob wissenschaftliche Studien, primäre Dokumente oder Experteninterviews: Nur direkt an der Basis findest du jene entscheidenden Nuancen und Kontexte, die in groben Zusammenfassungen oft verloren gehen. Ein exzellentes Ergebnis erfordert immer ein exzellentes Ausgangsmaterial. 2. Schä...

Ist Zeit nur eine Illusion? Was Neurologie und Physik gemeinsam über unser Zeitempfinden verraten. Blog#272

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Die Vorstellung, dass Zeit unaufhaltsam fließt, gehört zu unseren grundlegendsten Alltagserfahrungen. Vergangenheit liegt hinter uns, die Gegenwart erleben wir im Hier und Jetzt, und die Zukunft scheint vor uns zu liegen. Dieses Bild erscheint so selbstverständlich, dass wir es kaum hinterfragen. Doch sowohl die moderne Neurologie als auch die theoretische Physik zeichnen ein deutlich komplexeres Bild. Beide Disziplinen kommen – auf völlig unterschiedlichen Wegen – zu einer überraschenden Erkenntnis: Das, was wir als den Fluss der Zeit wahrnehmen, ist möglicherweise nicht so objektiv, wie wir glauben. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel liefert die Transiente Globale Amnesie (TGA) , eine seltene neurologische Störung, die zeigt, wie eng unser Zeitempfinden mit unserem Gedächtnis verknüpft ist. Kombiniert man diese Beobachtungen mit dem physikalischen Konzept des Blockuniversums , entsteht eine faszinierende Frage: Ist Zeit tatsächlich ein Fluss – oder erzeugt unser Gehirn lediglich ...