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Das Statin‑Paradoxon: Wenn Angst den Nutzen einer Therapie untergräbt. Blog#253

Statine gehören zu den am besten untersuchten Medikamenten überhaupt – und sie retten weltweit unzählige Menschen vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Indem sie die Cholesterinproduktion in der Leber drosseln, senken sie das LDL‑Cholesterin und stabilisieren atherosklerotische Plaques. Gleichzeitig ist das Misstrauen gegenüber dieser Therapie groß: In der Praxis beenden etwa 20 bis 40 Prozent der Menschen ihre Statintherapie innerhalb der ersten ein bis zwei Jahre zumindest vorübergehend. In Befragungen ehemaliger Statin‑Anwender geben rund zwei Drittel von ihnen (vermutete) Nebenwirkungen als wichtigsten Grund dafür an – meist Muskelschmerzen oder die Angst davor.  Dieser Widerspruch zwischen belegtem Nutzen und gefühlter Gefahr führt dazu, dass viele Hochrisikopatienten ohne ausreichenden Schutz bleiben. Was große Studien wirklich zu Nebenwirkungen zeigen Die Datenlage zu Statinen ist außergewöhnlich gut. In streng kontrollierten, randomisierten Doppelblindstudien liegen die Raten f...